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St. Antonius Klinik GmbH
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Kreative Reise in die Vergangenheit


Bewohner des Seniorenheims malen die Geschichte ihres Lebens

 
  • Mitarbeiter des Sozialen Dienstes leiten das Projekt. Zunächst richtete es sich nur an Demenzkranke, mittlerweile machen rund die Hälfte der Bewohner begeistert mit.
  • Die Projektteilnehmer blühen beim Malen regelrecht auf. Sie erinnern sich an die schönsten Momente ihres Lebens und bringen diese mit Acrylfarben auf die Leinwand.
Bunt geht's zu im Seniorenheim!
Claudia Gerichhausen und Oliver Hein vom Sozialen Dienst des Seniorenheims geben den Teilnehmern des Malprojektes Hilfestellung. Foto: Alois Müller/St. Antonius Klinik
Die Bilder sind bunt und versprühen eine ansteckende Fröhlichkeit. Sie erzählen von den schönsten Momenten im Leben – der eigenen Hochzeit oder gemütlichen Urlaubsabenden auf der Trauminsel Mallorca. Seit Anfang des Jahres begeben sich die Bewohner des Altenheims der St. Antonius Klinik in Wegberg auf eine kreative Reise in ihre Vergangenheit. „Die Geschichte meines Lebens“ heißt das Malprojekt unter Leitung von Claudia Gerichhausen, Leiterin des Sozialen Dienstes des Seniorenheims, und Oliver Hein, einem Künstler aus Wegberg, der ebenfalls für den Sozialen Dienst aktiv ist.

Zunächst richtete sich das Projekt nur an die dementen Patienten, berichtet Claudia Gerichhausen. „Wir wollten die Kranken auf der emotionalen Ebene erreichen und ihr Selbstvertrauen stärken.“ Ziel war es, den roten Faden im Leben zu erkennen. Mittlerweile ist die Gruppe aber angewachsen. Gut die Hälfte der rund 50 Bewohner des Seniorenheims haben sich dem Malprojekt angeschlossen und bringen nun mit Acrylfarben und Collagetechnik ihre Erinnerungen auf die Leinwand. „Es ist eine richtige Erzählwerkstatt geworden. Die Maler stacheln sich gegenseitig an, loben sich und eine Anekdote folgt der nächsten. Sie entdecken sich neu, sie lernen dazu. Die Gruppe blüht auf“, fasst es Gerichhausen zusammen. Dabei haben die alten Menschen nicht selten zuletzt in der Schulzeit einen Pinsel in die Hand genommen.

Längst vergessene Erlebnisse tauchen bei manchen wieder aus dem Gedächtnis auf. So zeigt eine Collage zum Beispiel eine Kindergruppe, die sich um einen alten Ofen scharrt. „Eine Teilnehmerin unseres Malprojektes erzählte uns begeistert, wie sie als Kind immer zur Nachbarin ging und sich dort alles versammelte, weil diese den Kindern Märchen erzählte. Das Bild verschönert nun wie viele andere Werke das Seniorenheim. Überhaupt sieht es bei uns auf den Stationen nun viel farbenfroher aus,“ sagt die Leiterin des Sozialen Dienstes.

Bei den dementen Bewohnern lässt sich der Verfall langfristig nicht aufhalten. Die Fertigkeiten des Malens verändern sich. „Wir haben schon erlebt, dass nach einiger Zeit nur noch die Umrisse eines Vogels gemalt werden konnten. Einige Wochen später sah man nur noch abstrakte Formen und Muster“, so Claudia Gerichhausen. Dennoch ist sie vom Nutzen des Malprojektes überzeugt. „Durch ihre Werke fühlen sich die Patienten nützlich und wertvoll. Sie können sich mit ihren Mitteln ausdrücken und bis zuletzt schöpferisch tätig sein.“
 
 
 
 
 
11. August 2011: Medienbüro Müller-Bringmann Telefon 02166-62820
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